Auch die Autofahrerinnen und Autofahrer müssen sich in Zukunft vermehrt auf Starkregen einstellen. Verantwortlich dafür ist der Klimawandel. Unwetter und Gewitter, bei denen in kurzer Zeit große Wassermengen fallen und die Straßen überfluten, werden uns häufiger begegnen. Es macht Sinn, den Wetterbericht zu checken. Achten Sie auf Unwetterwarnungen. Wetter-Apps checken (z.B. www.wetteronline.de). Verlassen Sie sich aber nicht blind auf die App und Vorhersagen, denn Gewitter können sehr schnell entstehen.
Während der Fahrt auf das Aufziehen einer Unwetterfront achten und ggf. die Route ändern und nicht zu schnell fahren. Wenn der Starkregen beginnt, bleibt oft wenig Zeit. Es kann sinnvoll sein, mit dem Fahrzeug Schutz zu suchen oder einfach zu parken. Unterführungen sollten gemieden werden. Wenn das Wasser dort nicht schnell genug abfließt, kann es sich an den tiefsten Punkten sammeln und die Unterführung zur lebensgefährlichen Falle machen.
Wirklicher Starkregen wirft so viel Wasser auf die Scheiben ab, dass auch der Wischer keine Abhilfe schafft. Wenn das nicht geht, hilft nur eins: Tempo runter, Sicherheitsabstand rauf und Abblendlicht einschalten. Scharfe Bremsmanöver unbedingt vermeiden, damit nachfolgende Fahrzeuge nicht auffahren.
Auf regennasser Fahrbahn droht schnell eine Rutschpartie. Bremswege können sich um rund 20 Prozent oder mehr verlängern, in Kurven kann das Fahrzeug leichter wegrutschen und von der Fahrbahn abkommen. Außerdem ist mit Aquaplaning zu rechnen. Ein gutes Reifenprofil, intakte Wischerblätter und beschlagfreie Scheiben sind ein Sicherheitsplus.
Starke Niederschläge können oft nicht schnell genug abfließen, sodass ganze Straßen überflutet werden. „Hier ist große Vorsicht geboten. Sind die Wassertiefe und der Fahrbahnverlauf nicht klar, auf keinen Fall weiterfahren. Man verliert leicht die Orientierung und die Kontrolle über das Fahrzeug“, so die Unfallforscherin. Der Motor kann auf überfluteten Straßen durch angesaugtes Wasser zerstört werden.
Quelle und Foto: DEKRA Info
