Anhaltend Trockenheit und Wasserentnahmeverbote zeigen: Regenwasser muss konsequenter gespeichert und genutzt werden.

Deutschland leidet unter anhaltender Trockenheit. Vielerorts führen Flüsse, Bäche und Seen nur noch wenig Wasser. Immer mehr Städte und Landkreise reagieren mit Einschränkungen und Verboten bei der Wasserentnahme. Auch die Nutzung von Trinkwasser für die Bewässerung gerät zunehmend in den Fokus.

In München hat die Stadt aufgrund des stark gestiegenen Wasserverbrauchs bereits verpflichtende Sparmaßnahmen angeordnet. Unter anderem ist die Bewässerung von Rasenflächen untersagt, auch für das Gießen von Gärten gelten zeitliche Einschränkungen.

Auch in Mittelhessen spitzt sich die Situation zu. Der Landkreis Gießen untersagt ab dem 18. Juli die Wasserentnahme aus oberirdischen Gewässern wie Bächen, Flüssen und Seen. Die anhaltende Trockenheit und fehlende Niederschläge haben die Wasserstände deutlich sinken lassen.

Die aktuelle Situation macht deutlich: Wasser wird auch in Deutschland zunehmend zu einer Ressource, mit der bewusster und vorausschauender umgegangen werden muss. Eine mögliche Antwort kommt aus Gießen. Das Start-up Pluvara hat ein System entwickelt, mit dem Regenwasser genau dort aufgefangen und gespeichert werden kann, wo es später benötigt wird – und das völlig unabhängig von Dächern, Fallrohren oder einer bestehenden Infrastruktur.

Der Pluvara-Regensammler wird auf einen handelsüblichen IBC-Container montiert. Über seine große Auffangfläche sammelt er Niederschläge und leitet das Wasser direkt in den Speicher. So entsteht eine dezentrale Wasserreserve, die beispielsweise für die Bewässerung von Stadtbäumen, Grünanlagen, Friedhöfen, Schulgärten, Sportanlagen oder privaten Gärten genutzt werden kann.

„Wir müssen Regenwasser dann auffangen, wenn es fällt, um es dann nutzen zu können, wenn es über Wochen trocken bleibt“, sagt Pluvara-Geschäftsführer Lukas Duraj. „Die aktuelle Situation zeigt, dass wir Wasser künftig stärker dezentral speichern müssen. Jeder Liter Regenwasser, den wir für die Bewässerung nutzen können, ist ein Liter Trinkwasser, den wir dafür nicht benötigen.“

Gerade für Kommunen bietet das System neue Möglichkeiten. Wo bislang keine Zisterne und keine geeignete Infrastruktur zur Regenwassersammlung vorhanden ist, kann Pluvara vergleichsweise einfach eine dezentrale lokale Wasserreserve schaffen. Damit kann das System auch dazu beitragen, den Einsatz kommunaler Bewässerungsfahrzeuge zu reduzieren und Stadtgrün unabhängiger von der Trinkwasserversorgung zu machen.

Wie das in der Praxis funktionieren kann, wird derzeit auch in Gießen erprobt. Gemeinsam mit dem Gartenamt der Universitätsstadt Gießen läuft ein Pilotprojekt zur ressourcenschonenden Bewässerung junger Stadtbäume. Auch im Landkreis Gießen nutzen demnächst einige Gemeinden und Städte das Pluvara-System, um aktiv dezentral aufgefangenes Regenwasser für die Bewässerung von Pflanzen und Bäumen zu verwenden.

Für Pluvara ist die aktuelle Trockenperiode deshalb ein deutliches Signal zum Umdenken: Regenwasser, das bei Starkregen oder kurzen Niederschlagsereignissen häufig ungenutzt abfließt, sollte künftig möglichst dort gespeichert werden, wo es in der nächsten Trockenphase gebraucht wird.

Quelle und Foto : www.pluvara.de

Morefuture: Dieses System ist eine gute Möglichkeit und absolut empfehlenswert für diesen Zweck. Es macht aber auch Sinn, immer nach Alternativen zu schauen damit man die optimale Lösung für Haus und Garten findet. Baumärkte sind dafür die erste Adresse. Auch der Blick auf die Seite unserer guten alten Kollegen bei www.selbst.de kann sicher helfen. Viele Grüße in die Redaktion nach Köln!!!

Wir sind auch gespannt auf Eure Kommentare liebe Leser, schreibt bitte uns und beschreibt über Eure Lösungen.