{"id":1824,"date":"2026-09-01T16:17:24","date_gmt":"2026-09-01T16:17:24","guid":{"rendered":"https:\/\/morefuture.de\/?p=1824"},"modified":"2026-09-01T16:20:51","modified_gmt":"2026-09-01T16:20:51","slug":"weniger-rasen-mehr-leben-wie-der-garten-zur-insektenoase-wird","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/morefuture.de\/?p=1824","title":{"rendered":"Weniger Rasen, mehr Leben: Wie der Garten zur Insektenoase wird"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Artikel: Hoher Nutzwert<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Das Insektensterben findet nicht nur auf dem Land statt. Auch vor der eigenen Haust\u00fcr k\u00f6nnen Gartenbesitzer etwas ver\u00e4ndern. Umweltverb\u00e4nde empfehlen weniger M\u00e4hen, mehr heimische Pflanzen und vor allem eines: nicht alles aufzur\u00e4umen. Der klassische, akkurat gepflegte Garten ger\u00e4t damit zunehmend aus der Mode.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein perfekt gem\u00e4hter Rasen, akkurat geschnittene Hecken, ein paar Zierstr\u00e4ucher und dazwischen m\u00f6glichst wenig \u201eUnkraut\u201c: F\u00fcr viele Jahrzehnte galt dieser Garten als Zeichen von Ordnung und gepflegtem Eigentum.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aus Sicht des Naturschutzes ist dieses Ideal allerdings problematisch. Denn ein Garten, in dem jede Pflanze kontrolliert, jeder Grashalm kurz und jedes abgefallene Blatt entfernt wird, bietet vergleichsweise wenig Nahrung und Lebensraum f\u00fcr Tiere.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eDie Landschaft in Deutschland ist zu aufger\u00e4umt\u201c, sagt der Agrarwissenschaftler und Biodiversit\u00e4tsforscher Prof. Dr. Josef Settele im Interview mit der <em>S\u00fcddeutschen Zeitung<\/em>. Er kritisiert damit vor allem die intensive Nutzung der Agrarlandschaft, bezieht seine Kritik aber ausdr\u00fccklich auch auf St\u00e4dte und private G\u00e4rten. \u201eG\u00e4rten und \u00f6ffentliche Gr\u00fcnanlagen sind viel zu ordentlich\u201c, sagt Settele. Seine Empfehlung f\u00fcr Gartenbesitzer: den Rasen reduzieren, verschiedene Kr\u00e4uter und Blumen pflanzen und auf Chemikalien verzichten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Konsequenz f\u00fcr den heimischen Garten ist erstaunlich einfach:&nbsp;<strong>Manchmal ist weniger Gartenarbeit mehr Naturschutz.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Das Insektensterben ist real \u2013 aber die Ursachen sind komplex<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie dramatisch der R\u00fcckgang ist, zeigt eine inzwischen ber\u00fchmte Langzeituntersuchung des Entomologischen Vereins Krefeld und verschiedener Wissenschaftler. Zwischen 1989 und 2016 wurden an 63 Standorten in deutschen Naturschutzgebieten Fluginsekten untersucht. Die Studie kam zu einem R\u00fcckgang der gesamten Fluginsekten-Biomasse um mehr als 75 Prozent; f\u00fcr die Mitte des Sommers wurde ein R\u00fcckgang von 82 Prozent berechnet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diese Zahlen bedeuten allerdings&nbsp;<strong>nicht<\/strong>, dass \u00fcberall in Deutschland exakt 75 Prozent aller Insekten verschwunden sind. Die Untersuchung bezog sich auf die Biomasse fliegender Insekten an den untersuchten Standorten. Sie ist deshalb ein wichtiger Hinweis auf einen langfristigen R\u00fcckgang, aber kein pauschaler \u201eDeutschlandwert\u201c f\u00fcr jede einzelne Insektenart.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch das Bundesamt f\u00fcr Naturschutz warnt vor einem seit Jahrzehnten anhaltenden Insektenr\u00fcckgang. Die Ursachen sind vielf\u00e4ltig: Lebensraumverlust, weniger Strukturvielfalt, intensive Landbewirtschaftung, N\u00e4hrstoff- und Schadstoffeintr\u00e4ge, Pflanzenschutzmittel, Lichtverschmutzung und Klimaver\u00e4nderungen spielen eine Rolle.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der private Garten kann die Probleme der Landwirtschaft nat\u00fcrlich nicht l\u00f6sen. Aber er kann ein Teil der L\u00f6sung sein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Der Garten als kleines Naturschutzgebiet<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der NABU spricht von einer einfachen M\u00f6glichkeit, mit vergleichsweise wenig Aufwand viel zu erreichen:&nbsp;<strong>mehr Vielfalt<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine wilde Ecke, ein Beet mit heimischen Wildpflanzen, Totholz, Laub, offene Bodenstellen oder eine weniger h\u00e4ufig gem\u00e4hte Wiese schaffen unterschiedliche Lebensr\u00e4ume. Davon profitieren nicht nur Bienen und Schmetterlinge, sondern auch K\u00e4fer, Spinnen, V\u00f6gel und andere Tiere.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dabei geht es nicht darum, den gesamten Garten sich selbst zu \u00fcberlassen. Vielmehr empfehlen Naturschutzverb\u00e4nde ein Nebeneinander verschiedener Bereiche:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Ein Teil darf ordentlich sein \u2013 ein anderer Teil darf wild werden.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das ist wahrscheinlich der wichtigste Grundsatz f\u00fcr Gartenbesitzer, die etwas f\u00fcr die Artenvielfalt tun m\u00f6chten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Der Rasen: Nicht abschaffen, sondern anders behandeln<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Besonders deutlich wird der Wandel beim Rasen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der klassische englische Rasen wird regelm\u00e4\u00dfig kurz geschnitten. F\u00fcr Wildbienen und Schmetterlinge ist eine solche gr\u00fcne Fl\u00e4che allerdings wenig attraktiv, wenn dort kaum Bl\u00fctenpflanzen wachsen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der BUND empfiehlt deshalb, Rasenfl\u00e4chen seltener zu m\u00e4hen und beispielsweise einen \u201eM\u00e4hfreien Mai\u201c auszuprobieren. G\u00e4nsebl\u00fcmchen, L\u00f6wenzahn, Wei\u00dfklee und andere Wildkr\u00e4uter k\u00f6nnen dann bl\u00fchen und Nahrung f\u00fcr Insekten bereitstellen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch die Deutsche Wildtier Stiftung beschreibt den kurz geschorenen Einheitsrasen als problematisch f\u00fcr Schmetterlinge und andere Wildtiere. Ihr Expertenbotschafter, der Biologe&nbsp;<strong>Josef H. Reichholf<\/strong>, empfiehlt: <strong>\u201eKleine Inseln oder Randbereiche von Gr\u00fcnland sollten ungem\u00e4ht bleiben\u201c, empfiehlt der Biologe Prof. Dr. Josef H. Reichholf.<\/strong> F\u00fcr besonders g\u00fcnstig h\u00e4lt er eine einmalige Mahd im Sp\u00e4therbst. Muss h\u00e4ufiger gem\u00e4ht werden, sollte die Fl\u00e4che nach seiner Empfehlung in Abschnitten und zu unterschiedlichen Zeitpunkten gem\u00e4ht werden. So bleiben w\u00e4hrend der gesamten Saison Bereiche erhalten, in denen Insekten Nahrung und R\u00fcckzugsm\u00f6glichkeiten finden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine besonders interessante L\u00f6sung ist deshalb der&nbsp;<strong>Kr\u00e4uterrasen<\/strong>: Die Fl\u00e4che bleibt begehbar und nutzbar, enth\u00e4lt aber zus\u00e4tzlich bl\u00fchende Pflanzen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der BUND empfiehlt, erst bei einer Wuchsh\u00f6he von etwa 20 Zentimetern zu m\u00e4hen, m\u00f6glichst hoch einzustellen und zeitversetzt zu m\u00e4hen. So bleiben Bl\u00fchpflanzen erhalten und Insekten k\u00f6nnen in andere Bereiche ausweichen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Die bessere Alternative zum Komplettverzicht<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wer seinen Rasen weiterhin nutzen m\u00f6chte, muss ihn also nicht komplett abschaffen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine gute L\u00f6sung k\u00f6nnte beispielsweise sein:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>50 bis 70 Prozent weiterhin als normalen Gebrauchsrasen pflegen<\/li>\n\n\n\n<li>einen Randstreifen wachsen lassen<\/li>\n\n\n\n<li>eine kleine Blumeninsel anlegen<\/li>\n\n\n\n<li>einen Teil nur zwei- bis dreimal j\u00e4hrlich m\u00e4hen<\/li>\n\n\n\n<li>unterschiedliche Fl\u00e4chen zeitversetzt m\u00e4hen<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das ist f\u00fcr viele Gartenbesitzer realistischer als die komplette Umwandlung in eine Wildwiese.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der NABU empfiehlt f\u00fcr Blumenwiesen ebenfalls, zumindest Teilbereiche nur zwei- bis dreimal j\u00e4hrlich zu m\u00e4hen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Nicht jede Blume hilft gleich viel<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein h\u00e4ufiger Irrtum beim \u201einsektenfreundlichen Garten\u201c lautet: Hauptsache bunt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Tats\u00e4chlich kommt es auf die Auswahl der Pflanzen an.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der NABU empfiehlt insbesondere eine gro\u00dfe Vielfalt heimischer Pflanzen. Denn Insekten brauchen nicht nur Nektar und Pollen. Bl\u00e4tter, St\u00e4ngel, Samen und andere Pflanzenteile dienen ebenfalls als Nahrung oder Lebensraum.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Besonders wertvoll sind beispielsweise:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>F\u00fcr Wildbienen und andere Bl\u00fctenbesucher<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Wiesensalbei<\/li>\n\n\n\n<li>Schafgarbe<\/li>\n\n\n\n<li>Natternkopf<\/li>\n\n\n\n<li>Kornblume<\/li>\n\n\n\n<li>Malve<\/li>\n\n\n\n<li>Klee<\/li>\n\n\n\n<li>Glockenblumen<\/li>\n\n\n\n<li>verschiedene Kr\u00e4uter<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>F\u00fcr Schmetterlinge<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Brennnesseln<\/li>\n\n\n\n<li>Wilde M\u00f6hre<\/li>\n\n\n\n<li>Schlehe<\/li>\n\n\n\n<li>Faulbaum<\/li>\n\n\n\n<li>Kreuzdorn<\/li>\n\n\n\n<li>verschiedene heimische Wildblumen<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>F\u00fcr V\u00f6gel und andere Tiere<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Holunder<\/li>\n\n\n\n<li>Wei\u00dfdorn<\/li>\n\n\n\n<li>Vogelbeere<\/li>\n\n\n\n<li>Schlehe<\/li>\n\n\n\n<li>heimische Wildrosen<\/li>\n\n\n\n<li>Hecken und Str\u00e4ucher<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dabei ist ein entscheidender Punkt leicht zu \u00fcbersehen:&nbsp;<strong>Ein Schmetterlingsgarten muss auch Raupen ern\u00e4hren.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wer nur bl\u00fchende Pflanzen f\u00fcr erwachsene Schmetterlinge anbietet, schafft noch keinen vollst\u00e4ndigen Lebensraum. Viele Raupen sind auf bestimmte Pflanzen spezialisiert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Deshalb kann eine Brennnessel-Ecke \u00f6kologisch wertvoller sein als ein weiteres perfekt gepflegtes Zierbeet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>\u201eUnkraut\u201c ist manchmal Nahrung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr Gartenbesitzer ist das vermutlich die schwierigste Umstellung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">L\u00f6wenzahn, Klee, Brennnesseln oder bestimmte Wildkr\u00e4uter werden traditionell als unerw\u00fcnscht betrachtet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aus \u00f6kologischer Sicht sieht die Sache anders aus.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der NABU weist beispielsweise darauf hin, dass Brennnesseln f\u00fcr zahlreiche Schmetterlingsraupen wichtige Nahrungspflanzen sind.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die L\u00f6sung muss deshalb nicht hei\u00dfen, s\u00e4mtliche Brennnesseln im Garten wachsen zu lassen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Eine kleine Brennnessel-Ecke reicht.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das gleiche Prinzip l\u00e4sst sich auf viele andere Pflanzen \u00fcbertragen: Was im zentralen Blumenbeet st\u00f6rt, darf am Rand des Grundst\u00fccks vielleicht bleiben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Gift geh\u00f6rt m\u00f6glichst nicht in den Naturgarten<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei einem insektenfreundlichen Garten sind Pestizide besonders widersinnig.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Denn ein Mittel, das Blattl\u00e4use bek\u00e4mpft, kann auch deren nat\u00fcrliche Gegenspieler treffen. Der NABU empfiehlt deshalb ausdr\u00fccklich, im Garten auf Pestizide zu verzichten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das bedeutet nicht, dass jeder Sch\u00e4dlingsbefall einfach hingenommen werden muss. Viele Probleme lassen sich durch robuste Pflanzen, geeignete Standorte, Mischkultur, nat\u00fcrliche Gegenspieler und eine gr\u00f6\u00dfere Pflanzenvielfalt reduzieren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein Garten muss schlie\u00dflich nicht vollkommen sch\u00e4dlingsfrei sein, um gesund zu sein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Totholz ist kein Abfall<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein weiterer einfacher Schritt besteht darin, den Garten nicht vollst\u00e4ndig \u201ewinterfest\u201c aufzur\u00e4umen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Abgestorbene Pflanzenst\u00e4ngel, Laub, Reisig, Steine und Totholz bieten zahlreichen Tieren Verstecke und \u00dcberwinterungsm\u00f6glichkeiten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der NABU empfiehlt deshalb, abgestorbene Pflanzenteile m\u00f6glichst bis zum Fr\u00fchjahr stehen zu lassen und beispielsweise Laub-, Stein- oder Totholzhaufen anzulegen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein alter Baumstamm in einer Gartenecke ist damit nicht automatisch ein Zeichen von Vernachl\u00e4ssigung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Er kann ein kleines Biotop sein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Auch Wasser und Licht spielen eine Rolle<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Insekten ben\u00f6tigen nicht nur Nahrung. Auch Wasser und geeignete Mikrohabitate sind wichtig.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine flache Wasserschale mit Steinen oder Moos kann beispielsweise als Trinkstelle dienen. Wichtig ist, dass die Tiere wieder herauskommen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und auch die Gartenbeleuchtung sollte kritisch betrachtet werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Bundesamt f\u00fcr Naturschutz nennt Lichtverschmutzung ausdr\u00fccklich als eine der Gef\u00e4hrdungsursachen. Nachtaktive Insekten werden von k\u00fcnstlichem Licht angezogen und in ihrer Orientierung gest\u00f6rt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wer seinen Garten nachts beleuchtet, kann deshalb mit Bewegungsmeldern, k\u00fcrzeren Beleuchtungszeiten, geringer Lichtintensit\u00e4t und m\u00f6glichst zielgerichteter Beleuchtung viel ver\u00e4ndern.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Was Gartenbesitzer sofort \u00e4ndern k\u00f6nnen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wer nicht gleich seinen gesamten Garten umgestalten m\u00f6chte, kann mit zehn einfachen Ma\u00dfnahmen beginnen:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>1. Weniger m\u00e4hen.<\/strong><br>Den Rasen nicht automatisch jede Woche schneiden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>2. Eine Wieseninsel stehen lassen.<\/strong><br>Schon wenige Quadratmeter helfen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>3. Heimische Pflanzen setzen.<\/strong><br>Nicht nur nach Bl\u00fctenfarbe ausw\u00e4hlen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>4. Brennnesseln dulden.<\/strong><br>Am besten an einer abgelegenen Stelle.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>5. Keine Pestizide verwenden.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>6. Abgestorbene Pflanzen im Herbst nicht vollst\u00e4ndig entfernen.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>7. Einen Totholz-, Laub- oder Reisighaufen anlegen.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>8. Eine kleine offene Bodenfl\u00e4che schaffen.<\/strong><br>Sie kann beispielsweise Wildbienen als Nistplatz dienen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>9. Nachts unn\u00f6tiges Licht abschalten.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>10. Nicht alles gleichzeitig ver\u00e4ndern.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gerade der letzte Punkt ist wichtig. Ein naturnaher Garten entsteht nicht \u00fcber Nacht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Ist der klassische Garten damit \u201eout\u201c?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Ja \u2013 zumindest teilweise.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Garten der Zukunft d\u00fcrfte weniger nach dem Prinzip \u201ealles muss ordentlich aussehen\u201c gestaltet werden und st\u00e4rker nach dem Prinzip&nbsp;<strong>\u201everschiedene Lebensr\u00e4ume nebeneinander\u201c<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das bedeutet aber nicht, dass gepflegte G\u00e4rten verschwinden m\u00fcssen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein Garten kann weiterhin eine Terrasse, einen Sitzplatz, einen Spielbereich, einen Gem\u00fcsebereich und einen gepflegten Rasen besitzen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Entscheidend ist, was dazwischen passiert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein Garten mit 500 Quadratmetern Fl\u00e4che muss kein 500 Quadratmeter gro\u00dfes Naturschutzgebiet werden. Schon ein 20 Quadratmeter gro\u00dfer Bereich mit heimischen Pflanzen, etwas Totholz und weniger Mahd kann einen Unterschied machen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Naturschutzforscher Josef Settele bringt den Gedanken auf einen einfachen Nenner: Historisch seien viele artenreiche Landschaften gerade dadurch entstanden, dass Menschen Fl\u00e4chen extensiv bewirtschafteten \u2013 also beispielsweise nur ein- oder zweimal im Jahr m\u00e4hten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das klingt zun\u00e4chst paradox:&nbsp;<strong>Nicht weniger menschliche Nutzung muss mehr Natur bedeuten \u2013 sondern eine andere Form der Nutzung.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Der neue Garten ist nicht ungepflegt \u2013 er ist anders gepflegt<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vielleicht liegt darin auch die gr\u00f6\u00dfte Herausforderung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Denn ein naturnaher Garten sieht f\u00fcr viele Menschen zun\u00e4chst weniger ordentlich aus. Ein St\u00fcck h\u00f6here Wiese, verbl\u00fchte Stauden oder Laub unter Str\u00e4uchern entsprechen nicht dem klassischen Ideal.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aber genau diese vermeintliche Unordnung kann \u00f6kologisch wertvoll sein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der BUND bezeichnet den kurz geschorenen Rasen als eine Art Monokultur, wenn dort kaum andere Pflanzen zugelassen werden. Gleichzeitig l\u00e4sst sich eine Rasenfl\u00e4che durch weniger h\u00e4ufiges M\u00e4hen zu einem deutlich artenreicheren Lebensraum entwickeln.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht mehr:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>\u201eWie bekomme ich meinen Garten m\u00f6glichst sauber und ordentlich?\u201c<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sondern:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>\u201eWelche Tiere und Pflanzen m\u00f6chte ich in meinem Garten leben lassen?\u201c<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wer diese Frage stellt, wird seinen Garten vermutlich schon bald mit anderen Augen sehen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und vielleicht bleibt dann auch der Rasenm\u00e4her an manchen Wochenenden einfach in der Garage.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Weiterf\u00fchrende Informationen und praktische Tipps<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wer seinen Garten Schritt f\u00fcr Schritt naturn\u00e4her gestalten m\u00f6chte, findet besonders gute und praxisnahe Informationen bei:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><a href=\"https:\/\/www.nabu.de\/umwelt-und-ressourcen\/oekologisch-leben\/balkon-und-garten\/tiere\/insekten\/index.html?utm_source=chatgpt.com\">NABU \u2013 Insektenfreundlicher Garten<\/a>&nbsp;\u2013 praktische Tipps zu Wildpflanzen, wilden Ecken, Nisthilfen und Lebensr\u00e4umen.<\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/www.nabu.de\/umwelt-und-ressourcen\/oekologisch-leben\/balkon-und-garten\/tiere\/insekten\/22629.html?utm_source=chatgpt.com\">NABU \u2013 Pflanzen f\u00fcr den Insektengarten<\/a>&nbsp;\u2013 umfangreiche Pflanzenlisten und Hinweise zu heimischen Arten.<\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/www.bund.net\/bund-tipps\/detail-tipps\/tip\/rasen-wachsen-lassen-fuenf-gute-gruende-seltener-zu-maehen\/?utm_source=chatgpt.com\">BUND \u2013 Rasen wachsen lassen<\/a>&nbsp;\u2013 Tipps zum weniger h\u00e4ufigen M\u00e4hen.<\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/www.bund.net\/themen\/tiere-pflanzen\/schmetterlinge\/schmetterlingsgarten\/?utm_source=chatgpt.com\">BUND \u2013 Schmetterlingsgarten<\/a>&nbsp;\u2013 besonders interessant, wenn man Schmetterlinge f\u00f6rdern m\u00f6chte.<\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/www.lbv.de\/ratgeber\/lebensraum-garten\/insekten-im-garten\/?utm_source=chatgpt.com\">LBV \u2013 Insekten im Garten<\/a>&nbsp;\u2013 Informationen \u00fcber Wildbienen, Schmetterlinge und andere Gartenbewohner.<\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/www.lbv.de\/ratgeber\/lebensraum-garten\/insekten-im-garten\/schmetterlingswiese\/?utm_source=chatgpt.com\">LBV \u2013 Schmetterlingswiese anlegen<\/a>&nbsp;\u2013 konkrete Anleitung f\u00fcr eine Blumenwiese.<\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/www.bfn.de\/gefaehrdungsursachen-und-handlungsbedarf?utm_source=chatgpt.com\">Bundesamt f\u00fcr Naturschutz \u2013 Ursachen und Handlungsbedarf beim Insektenr\u00fcckgang<\/a>&nbsp;\u2013 wissenschaftlich fundierter \u00dcberblick \u00fcber Ursachen und Schutzma\u00dfnahmen.<\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/www.bundesumweltministerium.de\/faqs\/insektenschutz?utm_source=chatgpt.com\">Bundesumweltministerium \u2013 Insektenschutz<\/a>&nbsp;\u2013 aktueller \u00dcberblick \u00fcber den Stand des Insektenschutzes in Deutschland.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Die wichtigste Botschaft f\u00fcr Gartenbesitzer lautet dabei vielleicht:<\/strong>&nbsp;Man muss seinen Garten nicht verwildern lassen. Man muss ihm nur wieder erlauben,&nbsp;<strong>mehr als ein einziger Lebensraum zu sein.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Prof. Dr. Josef Settele<\/strong> ist ein deutscher Agrarwissenschaftler, \u00d6kologe und einer der bekannten deutschen Experten f\u00fcr <strong>Biodiversit\u00e4t und Insekten<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Er arbeitet am Helmholtz-Zentrum f\u00fcr Umweltforschung \u2013 UFZ und leitet dort das <strong>Department Naturschutzforschung<\/strong>. Au\u00dferdem ist er Professor f\u00fcr \u00d6kologie an der Martin-Luther-Universit\u00e4t Halle-Wittenberg.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading has-medium-font-size\">Settele ist <strong>kein Gartenexperte im engeren Sinne<\/strong>, sondern ein Wissenschaftler, der Insekten in ihrem gr\u00f6\u00dferen \u00f6kologischen Zusammenhang untersucht. Seine Forschung besch\u00e4ftigt sich unter anderem mit:<\/h3>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>\u00d6kologie von Insekten in Kulturlandschaften<\/li>\n\n\n\n<li>Biodiversit\u00e4t<\/li>\n\n\n\n<li>Landnutzung und Artenvielfalt<\/li>\n\n\n\n<li>Auswirkungen des Klimawandels<\/li>\n\n\n\n<li>Schutz von Schmetterlingen<\/li>\n\n\n\n<li>Wechselwirkungen zwischen Landwirtschaft und Naturschutz.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Settele ist Leiter des <strong>Tagfalter-Monitorings Deutschland<\/strong>, eines bundesweiten Langzeitmonitorings von Schmetterlingen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Er ist au\u00dferdem international t\u00e4tig. Er war <strong>Coordinating Lead Author beim IPCC<\/strong> und <strong>Leitautor des IPBES-Assessments zur Best\u00e4ubung<\/strong>. IPBES ist der Weltbiodiversit\u00e4tsrat, also gewisserma\u00dfen das internationale Pendant zum IPCC f\u00fcr biologische Vielfalt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Seit 2020 geh\u00f6rt Settele au\u00dferdem dem <strong>Sachverst\u00e4ndigenrat f\u00fcr Umweltfragen (SRU)<\/strong> an; seit 2024 ist er Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats Nat\u00fcrlicher Klimaschutz der Bundesregierung.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Prof. Dr. Josef H. Reichholf wurde <strong>1945 in Niederbayern<\/strong> geboren. Er studierte an der Universit\u00e4t M\u00fcnchen <strong>Biologie, Chemie, Geografie und Tropenmedizin<\/strong> und promovierte 1969 in Zoologie. Anschlie\u00dfend forschte er unter anderem in Brasilien.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Von <strong>1974 bis 2010<\/strong> war er an der Zoologischen Staatssammlung M\u00fcnchen t\u00e4tig und leitete sp\u00e4ter deren Hauptabteilung Wirbeltiere. An der Technischen Universit\u00e4t M\u00fcnchen lehrte er \u00d6kologie und Naturschutz. Die TUM f\u00fchrt ihn heute als <strong>Honorarprofessor und Professor im Ruhestand<\/strong>; sein Fachgebiet wird dort mit \u201eGrundlagen und Probleme des Naturschutzes \/ Gew\u00e4sser\u00f6kologie\u201c angegeben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Seine Forschungsschwerpunkte umfassen insbesondere:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>\u00d6kologie<\/li>\n\n\n\n<li>Evolutionsbiologie<\/li>\n\n\n\n<li>Ornithologie<\/li>\n\n\n\n<li>Naturschutz<\/li>\n\n\n\n<li>Gew\u00e4sser\u00f6kologie<\/li>\n\n\n\n<li>Biodiversit\u00e4t und Artenentwicklung.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Reichholf besch\u00e4ftigt sich seit Jahrzehnten mit Schmetterlingen. Die Deutsche Wildtier Stiftung beauftragte ihn mit einem <strong>Statusbericht \u00fcber das Verschwinden der Schmetterlinge in Deutschland<\/strong>. Dabei konnte er auf eigene Untersuchungen zur\u00fcckgreifen, die teilweise bis in die 1960er-Jahre zur\u00fcckreichen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">2017 stellte er den Bericht <strong>\u201eDas Verschwinden der Schmetterlinge\u201c<\/strong> vor. Seine Untersuchungen zeigten sowohl einen R\u00fcckgang der Artenvielfalt als auch der Individuenzahlen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das macht ihn f\u00fcr unseren Artikel \u00fcber den Garten besonders interessant: Er argumentiert nicht nur allgemein f\u00fcr \u201emehr Natur\u201c, sondern besch\u00e4ftigt sich konkret mit der Frage, <strong>welche Ver\u00e4nderungen von Wiesen und Gr\u00fcnfl\u00e4chen Schmetterlingen und anderen Insekten helfen k\u00f6nnen<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Josef H. Reichholf <strong>ist allerdings kein klassischer \u201eNaturschutz-Mainstream<\/strong>. Reichholf gilt als <strong>streitbarer und teilweise provokanter Wissenschaftler<\/strong>. Er stellt manche verbreiteten Vorstellungen des Naturschutzes infrage und argumentiert h\u00e4ufig gegen die Vorstellung, Natur m\u00fcsse sich in einem idealen, statischen Gleichgewicht befinden. Die Bayerische Akademie der Wissenschaften f\u00fchrt seine Forschungsschwerpunkte unter anderem mit \u00d6kologie, Evolutionsbiologie, Ornithologie und Grundlagen des Naturschutzes.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Er hat zahlreiche popul\u00e4rwissenschaftliche B\u00fccher geschrieben, darunter <em>Schmetterlinge: Warum sie verschwinden und was das f\u00fcr uns bedeutet<\/em>, <em>Symbiosen<\/em> und <em>Naturschutz. Krise und Zukunft<\/em>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Seine Bedeutung f\u00fcr unseren Garten-Artikel<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Morefuture.de w\u00fcrde <strong>Josef H. Reichholf<\/strong> <strong>sogar neben Josef Settele als zweiten wichtigen Wissenschaftler der Serie setzen.<\/strong> Die beiden sind interessant, weil sie unterschiedliche Akzente setzen: Settele steht st\u00e4rker f\u00fcr Biodiversit\u00e4tsforschung und das Monitoring von Arten und Lebensr\u00e4umen; Reichholf bringt die Perspektive eines langj\u00e4hrig forschenden Zoologen und Evolutionsbiologen ein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Quelle: Beitrag ist KI genereiert und nachbearbeitet mit \u00dcberpr\u00fcfung der Quellen. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Fotos: Krumstroh<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><em>Morefuture.de: Dieser Beitrag ist lediglich ein Ideengeber mit m\u00f6glichst viel Nutzwert f\u00fcr den Leser. Aber, alles dient dem Grundsatz \u201eAlles kann und sollte \u2013 aber nichts muss.\u201c Wissenschaftlich l\u00e4sst sich diese Haltung gut vertreten: Das BfN fordert zwar erhebliche Ver\u00e4nderungen zum Schutz der Insekten, betont aber zugleich, dass die Ursachen vielf\u00e4ltig und Ma\u00dfnahmen auf unterschiedlichen Ebenen notwendig sind. Ein Privatgarten ist ein Baustein, nicht die L\u00f6sung des gesamten Problems.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Artikel: Hoher Nutzwert Das Insektensterben findet nicht nur auf dem Land statt. Auch vor der eigenen Haust\u00fcr k\u00f6nnen Gartenbesitzer etwas ver\u00e4ndern. Umweltverb\u00e4nde empfehlen weniger M\u00e4hen, mehr heimische Pflanzen und vor allem eines: nicht alles aufzur\u00e4umen. Der klassische, akkurat gepflegte Garten ger\u00e4t damit zunehmend aus der Mode. 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